LINK ZUR STARTSEITE - 10. Heimatfest in Ovenhausen

 

50 Jahre Ovenhäuser Musikanten 

 

Festwagen –  Jubiläumswagen – 50 Jahre Ovenhäuser Musikanten
Erstellt von den Ovenhäuser Musikanten
Hauptverantwortlicher: Hans Josef Welling

 

Video: Video: Baubericht – es spricht Hans Josef Welling

 

 

Die Ovenhäuser Musikanten feiern im Zusammenhang mit dem diesjährigen Heimatfest ihr 50-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wird ein Festwagen gebaut, welcher die vergangenen 50 Jahre Musikgestaltung dokumentiert. Dazu gehören auch originale Fotos der Ovenhäuser Musikanten aus dem Gründungsjahr 1965 – 1967, die den Festwagen zieren. Dieser wird auf dem Weg durch die Straßen von Ovenhausen während des Festumzuges begleitet von den aktiven und passiven Mitgliedern, wobei die Musik der Ovenhäuser Musikanten vom Wagen erklingen wird.  

50 Jahre Vereins- und Erfolgsgeschichte der Ovenhäuser Musikanten

 

 

Die Ovenhäuser Musikanten wurden im Jahr 1965 durch Jürgen Engel, Erwin Engel und Heinrich Engel gegründet.

Zur Zeit bestehen die Ovenhäuser Musikanten noch aus zehn aktiven Mitgliedern, die bei größeren Auftritten durch Freunde aus der Blaskapelle verstärkt werden.

Wie in den Gründungsjahren verbindet noch heute die Musiker die große Liebe zur Blasmusik und eine gelebte, feste Freundschaft.  

 

 

Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und       Philosophie.
Ludwig van Beethoven

 

Auftritte und musikalische Höhepunkte:

Erster Auftritt
Der erste Auftritt zum Schützenfest 1967 in Ovenhausen – Platzkonzert vor der Kirche

Prozessionsmusik
Die Prozessionen in Ovenhausen vor allem zum Heiligenberg werden über Jahrzehnte von den Ovenhäuser Musikanten musikalisch begleitet.

Ebenfalls seit 1978 jährlich am 1. Advent durchgeführte Wanderungen zum Heiligenberg, die seit Beginn von den Ovenhäuser Musikanten bis heute mitgestaltet werden.

Schützenfest Höxter
Die Ovenhäuser Musikanten waren seinerzeit die unmittelbaren Nachfolger des Stadtorchester Höxter

Schützenfeste Altenbergen
Viele Jahre begeistert dabei.  

 

 

Feste des Arbeitskreises Altendorf in Holzminden
Auftritte im Rahmen der Feste in der Stadthalle Holzminden. Für die Ovenhäuser Musikanten wegen des festlichen Rahmens und der guten Akustik in der Stadthalle - immer glanzvolle Höhepunkte des Jahres - für die Musiker.

Dorffeste in Billinghausen und Worpswede.
Aus der Unterbringung in den Familien der Veranstalter entstanden Freundschaften, die noch bis heute andauern.  

 

 

Grüne Woche in Berlin
Die Auftritte zu Grünen Woche in Berlin im Zusammenhang mit der Verleihung der Bundesgolddorf – Plakette für Ovenhausen gehören sicherlich zu den Höhepunkten der Erfolgsgeschichte der Ovenhäuser Musikanten.

Aufnahme einer Musik- Kassette
Die Aufnahme der ersten MC war für die Ovenhäuser Musikanten eine ganz neue Erfahrung, die im Vorfeld mit viel Probearbeiten verbunden war.

Dazu eine Hörprobe (Player einfach anklicken – Lautstärke regelbar)  

 

 

Ständchen
Sie durften nicht fehlen bei runden Geburtstagen und feierlichen Anlässen wie z.B. einer goldenen Hochzeit in Ovenhausen.

Hubertusmesse
Die Aufführung der Hubertusmesse ist mittlerweile zu einer Tradition herangereift. Die Ovenhäuser Musikanten haben sie mehrfach in der Pfarrkirche Ovenhausen, in Marienmünster und Corvey aufgeführt. Seit zwei Jahren nun auf dem Heiligenberg, wo es den Musikern am besten gefällt.

Weihnachtskonzert im Altenheim
Das jährliche Konzert im Altenheim St. Nikolai in Höxter ist ebenfalls seit Jahren fester Bestandteil des Jahresprogramm
 

Einige der Mitglieder vor dem Jubiläumsfestwagen:  Hubert Klocke, Albert Engel, Heinrich Engel, Erwin Engel, Werner Hasenbein, Friedhelm Rode und Hans-Josef Welling (stehend, v.l.), Heinz Paul (knieend, passiv). Auf dem Foto fehlen die aktiven Mitglieder Friedhelm Hasenbein, Franz-Josef Kleine und Wilhelm Wiegers.
Weitere passive Mitglieder im Jubiläumsjahr sind Jürgen Engel, Bärbel und Jürgen Aschenbrenner, Eduard Drenkelfuß, Horst Kamp, Conny Kleine sowie Ulrich Stelte.
 


Der Egerländer Musik bis heute tief verbunden 

 

Ovenhäuser Musikanten feiern während des Heimatfestes ihr 50-jähriges Jubiläum
Von Kai Hasenbein 

 

Lange Hosen und Schirmmützen: Sie bestimmten in der Mitte des 20. Jahrhunderts die Uniformen der heimischen Musikvereine. Doch 1965 trat ein junges Blasorchesters ins Licht der Öffentlichkeit, das sich schon bald mit einer sehr bayerischen Gesamterscheinung, Kniebundhosen und strahlend weißen Kniestrümpfen in der heimischen Musikszene fest etablierte. „Im Rahmen des Heimatfestes wird das 50-jährige Jubiläum der Ovenhäuser Musikanten nun gebührend gefeiert“, kündigt der erste Vorsitzende des Vereins, Hans-Josef Welling, an.

 

Vor genau einem halben Jahrhundert gründeten Erwin, Heinrich und Jürgen Engel den Verein. Wurde zuvor noch in der Kapelle Anton Müller musiziert, erfolgte am 6. September 1965 der Schritt in die Eigenständigkeit. Vorbild war damals die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnkapelle, die die jungen Musiker wegen ihrer professionellen Musik zu den damaligen Ovenhäuser Schützenfesten bewunderte.
Doch rasch bekam das Vereinsleben eigene, markante Konturen – und 1971 erfolgten die wohl wichtigsten Weichenstellungen. Zusammen mit der neuen, bayerischen Uniform wurde endgültig auch jene Musikrichtung festgelegt, die bis heute das Vereinsleben prägen sollte: die Egerländer Blasmusik. Während Kniebundhosen heute längst ein allgemeiner Trend geworden sind und auf zünftigen Festivitäten massenhaft getragen werden, waren sie damals in unserer Region kaum verbreitet. „Deshalb war die Umstellung unserer Uniform vor fast 50 Jahren eine echte Revolution“, erinnert sich Kapellmeister Erwin Engel. „Dass unsere Entscheidungen damals richtig waren, lässt sich nicht nur an unserem Erfolg ablesen, sondern auch daran, dass viele andere Kapellen aus der Umgebung mittlerweile auf diese Richtung eingeschwenkt sind – und dass wir dieser Musik mit Begeisterung bis heute treu geblieben sind“, so Engel.

 

Für Furore auf den heimischen Schützenfesten und Großveranstaltungen sorgten die Ovenhäuser Musikanten in den 70-er Jahren auch mit ihrer Bigband-Besetzung – beispielsweise in Altenbergen, Höxter oder Holzminden-Altendorf:  Als erste Kapelle der Region konnten die Musiker im Hinblick auf die Musikgestellung ein Komplettangebot abdecken. Das Bigband-Prinzip überschnitt sich dabei mit einem Grundprinzip der Ovenhäuser Musikanten: „Da wir nie mit mehr als 16 Bläsern aufgetreten sind, war und ist jeder für seine Stimme allein verantwortlich. Das ist musikalisch sehr reizvoll, denn man ist immer an der Reihe und niemand kann sich auf einen Nebenmann verlassen“, umreißt Erwin Engel eine zentrale Philosophie. Daher habe es stets einer sattelfesten Besetzung und eines erhöhten Probenfleißes bedurft.

 

Heute ist ein „harter Kern“ von zehn Aktiven um den Vorsitzenden Hans-Josef Welling, Kapellmeister Erwin Engel, Kassierer Werner Hasenbein und Schriftführer Friedhelm Rode geblieben, die sich jeden Montag zur Probe treffen. Das Vereinsleben ist mittlerweile deutlich entschleunigt, die Übungsabende stehen im Zeichen der Pflege alter Freundschaften. Falls doch dann und wann größere Auftritte anstehen, springen Mitglieder der Blaskapelle oder weitere befreundete Musiker gerne ein und schaffen gemeinsam einen Klangkörper, der von seiner Klasse auch nach einem halben Jahrhundert nichts verloren hat.