Stahler Blasorchester von 1892 e.V.


Video: Um wie viel wären unsere Region und vor allem auch der Ort Stahle ärmer, wenn es das Stahler Blasorchester nicht gäbe.


Video: Produktion/Schnitt © dieaktuellekamera.de - Kamera: G. Wackernagel u.S. Genenger


Anlässlich des bevorstehenden Festes möchten wir Ihnen auf dieser Sonderseiten einen kleinen Überblick rund um die Geschichte und dem Wirken des Stahler Blasorchesters vermitteln, das geprägt war durch Umbrüche, Neubeginne und wichtige Entscheidungen. Aber auch Berichten vom nie endenden Idealismus, das Orchester und den Verein für nachfolgende Generationen zu erhalten, stets angepasst am Lauf der Zeit, mit frischen Ideen und der nie endenden Liebe zur Musik.

1892 - 1985
Wie alles begann.


Das Stahler Blasorchester wurde gegründet als „Stahler Blaskapelle“ am Donnerstag, dem 01.12.1892. Die Gründer – Formation bestand aus 12 Männern, von denen die Namen der vier Gründungsväter, Karl Schaper, Johannes Specht, Johannes Vieth, und Karl Weber sowie sechs weitere Mitglieder, Johannes Borgolte, Wilhelm Borgolte, Franz Brandhorst, Josef Krüger, Ferdinand Specht und Josef Voß, überliefert sind.

Die ersten Blechblasinstrumente stammten von der Firma Wunderlich in Sachsen und waren Vereinseigentum. Geprobt wurde hauptsächlich sonntags unter der Leitung von Oberschaffner Faß aus Holzminden, dem ersten Ausbilder der „Stahler Blaskapelle“.

Schon bald folgten die ersten Auftritte, nicht nur im heimatlichen Stahle, sondern auch bereits in den Nachbarorten Albaxen, Holzminden und Heinsen.

Neue Weichen für die Zukunft
1985 bis 2012


Eine sehr entscheidende Zeitspanne begann in der neuzeitlichen Geschichte für das Stahler Blasorchester am 13.12., als  Erwin Schwiete nach 16 Jahren an der Spitze des Vereins als 1. Vorsitzender zurücktrat und Uli Weber seinen Posten übernahm. Denn das Ausscheiden von Erwin Schwiete hatte die Folge, dass auch viele Musiker gingen, die sich teilweise in hiesigen Tanzbands neu orientierten. Was blieb war der junge Nachwuchs, den es nun hieß aufzubauen. Die Neuorientierung spiegelte sich aber nicht nur im Bereich der Musik und der Musiker wider, sondern auch in einer Umbenennung des Vereins und so wurde in der Jahreshauptversammlung vom 24.01.1987 auf Vorschlag von Gerald Jakobus und Heinz Gröne aus dem „Musikzug Stahle“ das „Stahler Blasorchester von 1892 e. V.“ (eingetragen in das Vereinsregister VR 352 am 28.04.1987).

2000

Eine Kultveranstaltung ging an den Start


Die Konzertreihe unter dem Motto „Festival der Blasmusik“ ging im Jahr 2000 erstmals an den Start, die mittlerweile in unserer Region Kultstatus erreicht hat und alljährlich in der Stadthalle Holzminden stattfindet. Ein Gemeinschaftskonzert mit dem Stahler Blasorchester von 1892 e. V., der Blaskapelle Brenkhausen und dem Weserberglandorchester Bödexen, das jedes Jahr aufs Neue nicht nur durch die hohen Besucherzahlen (stets ausverkaufte Konzerte) abermalig den hohen Leistungsstandard der Musiker und die Beliebtheit für die Musikform Blasmusik in unsere Region bei Alt und Jung widerspiegelt.    

Die weiteren Jahre waren von Wachstum und musikalischen Erfolgen geprägt. Ein Zustand, der aber auch neue Probleme mit sich brachte, denn ein Orchester auf Erfolgskurs braucht vor allem mehr Platz, kurzum ein festes Zuhause.

Ein festes Zuhause



Klaus Borgolte berichtet (Gespräch 2008). „Nachdem wir jahrelang in der Aula der Hauptschule Stahle geprobt hatten, waren wir froh, als wir im Dezember 2003 das neu angemietete Musikheim in der Holzminden Straße 15 beziehen durften. Zwar war damit die Problematik jedes Mal nach einer Probe alle Instrumente wieder wegzuräumen zu müssen Geschichte, dennoch zeigte sich, dass die neue Lösung auch nicht optimal war. Bei fünf Musiklehrern und einem Proberaum waren wir letztendlich dann doch wieder gezwungen,  auf den dezentralen Übungsplatz Schule auszuweichen. Die neue Lösung war einfach zu klein für die Größenordnung, die wir nun erreicht hatten. Umso glücklicher waren wir, als ein Zufall uns zu Hilfe kam, der uns letztendlich das heutige „Zuhause“ ermöglichte. Die glückliche Fügung ereignete sich im Jahr 2007. Dazu muss ich erwähnen, dass ich bei der Sparkasse arbeite und aus beruflichen Gründen in der Filiale Stahle zu tun hatte. Gerade an diesem Tag lag ein Exposee auf dem Schreibtisch, aus dem hervorging, dass der ehemalige Besitzer, Bernd Krüger, unser das Objekt, in dem sich heute unser Vereinsheim mit Probenräumen und integrierter Musikschule befindet, verkaufen wollte. Ich reagierte sofort und informierte meine Kollegen, dass ich mich umgehend mit Bernd Krüger in Verbindung setzen will, zwecks einer Kaufabsicht des Vereins. Er selbst war sehr angetan von der Idee, dass gerade wir als ein Stahler Verein an dem Verkaufsobjekt Interesse zeigten und somit lag nun die endgültige Entscheidung bei uns. Aufgrund der Tragweite, vor allem auch angesichts der finanziellen Größenordnung, wurde daher am 16.11.2007  eine außerordentlichen SBO-Mitgliederversammlung einberufen, in der beschlossen wurde, dass wir zum 1.1.2008 das Haus Am Schling 11 in Stahle  kaufen, um es später für den Verein, das Orchester und für die Ausbildung nutzen zu können. Dank des großen Einsatzes der Mitglieder, die Wochenende für Wochenende und mitunter auch werktags ab dem 15.12.2007 acht Monate lang den ehemaligen Lebensmittel- und Getränkemarkt “nahkauf” freiwillig und mit großem Engagement und höchster Intensität umbauten, war es am Samstag, den 16.08.2008 endlich soweit, die SBO- Musikhalle wurde offiziell eingeweiht und der Öffentlichkeit im Rahmen eines “Tags der offenen Tür” präsentiert.

Welche Bedeutung diese neue Städte für das Stahler Blasorchester hat, beschreibt Dirigent Reinhard Meissner (Stabsfeldwebel im Heeresmusikkorps 2 Kassel, 1. Flügelhornist und Trompeter im Heeresmusikkorps 2 Kassel, Feldwebel für Nachwuchsgewinnung und seit dem16.10.2009 Dirigent des Stahler Blasorchesters) wie folgt: „Man kann zu jeder Zeit, an jedem Wochentag und zu jeder Stunde die Räume nutzen. Man kann „stehen lassen“, was bedeutet, dass z. B. ein Schlagzeug nicht ständig hin und her geschleppt werden muss. Zudem ist hier die Möglichkeit gegeben, Traditionsarbeit zu leisten. Indem man einfach sagt, wir hängen Bilder und Auszeichnungen auf. Erinnerungen und Zeitzeugen, die das Stahler Blasorchester, seine Mitglieder, Musiker und ihr Engagement und Handeln widerspiegeln. Nicht zu vergessen ist auch der Standort selbst, mitten im Dorf, ganz zentral, ein sehr wichtiger Faktor für eine lebendige Jugend- und Nachwuchsförderung.“

Jugend ist Zukunft


Hier werden schon die kleinen Musiker im Kindergartenalter unter dem Namen Frühinstrumentalunterricht “Bambini” im Einzel- und Gruppenunterricht an das gemeinsame Musizieren im Orchester nach und nach herangeführt mit der Zielsetzung dass die jungen Nachwuchskünstler schon bald die ersten Stücke spielen können und somit auch zukünftig die Musik des Stahler Blasorchester  weiter erklingen wird.


MACHT WEITER SO!

Um wie viel wären unsere Region und vor allem auch der Ort Stahle ärmer,
wenn es das Stahler Blasorchester nicht gäbe. Denn ihre leisen und auch lauten Töne begeistern die Menschen immer wieder aufs Neue, gehen ins Herz und lassen unsere Seele so manches Mal schweben. Sie sind ein Stück Heimat, ein Stück Lebensfreude und Hüter einer Musik, die auch noch Morgen erklingen sollte. Dafür ein kleiner Dank und der Aufruf, macht einfach weiter so!


 

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